Wie lassen sich unterschiedliche Anforderungen im B2B- und B2C-Commerce innerhalb einer gemeinsamen E-Commerce-Architektur abbilden? Vor dieser Herausforderung stehen viele Unternehmen, die ihren digitalen Vertrieb modernisieren und gleichzeitig ihre Produktdaten und Prozesse sinnvoll organisieren möchten.
Das EuroShop-Projekt zeigt einen konkreten Ansatz: NovaDB bildet die zentrale Grundlage für die Verwaltung von Produktinformationen und digitalen Medien. Shopware 6 übernimmt die Commerce-Prozesse. elio übernimmt die Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 und betreibt die Plattform anschließend als Platform-as-a-Service (PaaS).
Neben Commerce und Produktdatenmanagement spielt in modernen Systemlandschaften auch die Verbindung der beteiligten Systeme eine wichtige Rolle. Hier setzt elio auf synQup als Integrationsplattform. Im Rahmen der Partnerschaft mit Noxum verbindet elio damit die eigenen E-Commerce- und Integrationskompetenzen mit NovaDB.
Wie diese Systeme und Kompetenzen zusammenspielen können, präsentierten Noxum und elio gemeinsam auf den B2B Communication Days 2026.
Gemeinsam auf den B2B Communication Days 2026
Am 7. Oktober 2026 stellten Noxum und elio das EuroShop-Projekt auf den B2B Communication Days in Würzburg vor. Auf der Solution Stage präsentierten Norbert Klinnert, Geschäftsführer der Noxum GmbH, und Sascha Vorderstemann, CEO und Gründer der elio GmbH, das gemeinsame Projekt.
Der Vortrag trug den Titel „Erfolgsprojekt: Komplexe B2B-Prozesse skalieren mit Shopware 6 PaaS by elio und NovaDB von Noxum“.
Im Mittelpunkt stand eine Herausforderung, die viele Unternehmen aus dem digitalen Handel kennen: Ein gemeinsames Sortiment soll unterschiedliche Geschäftsmodelle bedienen. Während B2C-Kunden vor allem ein intuitives Einkaufserlebnis und unkomplizierte Bestellprozesse erwarten, benötigen Geschäftskunden häufig zusätzliche Funktionen und individuellere Abläufe. Im konkreten Projekt nennt Noxum beispielsweise Kundenhierarchien, individuelle Preise und Nachbestellprozesse als B2B-Anforderungen.
Am Beispiel von EuroShop zeigten Noxum und elio, wie sich diese Anforderungen mit einer gemeinsamen Datenbasis und einer darauf aufbauenden Commerce-Plattform zusammenführen lassen.
Ein Sortiment, unterschiedliche Anforderungen
Wer sowohl Endkunden als auch Geschäftskunden bedient, muss unterschiedliche Anforderungen miteinander in Einklang bringen. Die Produktbasis kann dieselbe sein, die Erwartungen an den Bestellprozess sind es jedoch nicht.
Im B2C-Commerce stehen eine übersichtliche Produktdarstellung und ein einfacher Kaufprozess im Vordergrund. Im B2B-Commerce kommen je nach Geschäftsmodell beispielsweise kundenspezifische Preise, individuelle Berechtigungen oder wiederkehrende Bestellungen hinzu.
Gleichzeitig sollten Produktinformationen und digitale Medien nicht für jeden Vertriebskanal separat gepflegt werden müssen. Eine zentrale und verlässliche Datenbasis hilft dabei, Informationen konsistent zu verwalten und für verschiedene Anwendungsbereiche bereitzustellen.
Genau an dieser Schnittstelle setzt die Architektur des EuroShop-Projekts an: Noxum übernimmt mit NovaDB PIM und NovaDB DAM das zentrale Produktdaten- und Medienmanagement. Shopware 6 bildet die Grundlage für die digitalen Vertriebsprozesse, während elio für die technische Umsetzung der Shopware-Migration und den anschließenden PaaS-Betrieb verantwortlich ist.
So greifen Produktdatenmanagement, Commerce und technischer Betrieb ineinander. B2B- und B2C-Commerce können auf einer gemeinsamen Datenbasis aufbauen, während Shopware 6 die jeweiligen Anforderungen des digitalen Vertriebs abbildet.
Für darüber hinausgehende Integrationsszenarien bringt elio mit synQup eine eigene Integrationsplattform ein. Sie ist darauf ausgerichtet, NovaDB in bestehende IT-Infrastrukturen einzubinden und damit die Verbindung zwischen spezialisierten Systemen zu unterstützen.
Von Shopware 5 zu Shopware 6: Migration und Datenmanagement zusammendenken
Die Weiterentwicklung der E-Commerce-Architektur bei EuroShop umfasst den Wechsel von Shopware 5 auf Shopware 6. Dabei geht es nicht nur um die technische Modernisierung der Shopplattform. Ebenso wichtig ist die Frage, wie Produktinformationen und digitale Medien organisiert und für die angebundenen Vertriebskanäle bereitgestellt werden.
Mit NovaDB PIM und NovaDB DAM steht dafür eine zentrale Lösung zur Verfügung. Das Product Information Management (PIM) unterstützt die strukturierte Verwaltung der Produktinformationen. Das Digital Asset Management (DAM) ergänzt diese um die Verwaltung digitaler Medien. Im EuroShop-Projekt übernahm NovaDB die Rolle der zentralen Datendrehscheibe für die angebundenen Kanäle.
Zusammen bilden PIM und DAM die Grundlage, um Produktdaten und Medien zentral zu organisieren und für die angeschlossenen Kanäle bereitzustellen. Das ist besonders relevant, wenn dieselben Informationen in unterschiedlichen Geschäftsmodellen und Vertriebskanälen genutzt werden.
Für Unternehmen ergeben sich daraus mehrere Vorteile:
Strukturierte Produktinformationen:
Produktdaten werden zentral organisiert und können für unterschiedliche Anwendungsbereiche bereitgestellt werden.
Konsistente Datenbasis:
Eine zentrale Verwaltung unterstützt die einheitliche Nutzung von Produktinformationen über die angebundenen Kanäle hinweg.
Weniger redundante Pflege:
Eine gemeinsame Datenbasis kann doppelte Datenpflege und zusätzlichen Abstimmungsaufwand reduzieren.
Flexibilität für verschiedene Geschäftsmodelle:
Dieselben Produktinformationen können als Grundlage für unterschiedliche digitale Vertriebsprozesse dienen.
Damit bietet die Shopmigration auch die Gelegenheit, Datenmanagement und Commerce gemeinsam weiterzuentwickeln.
NovaDB, synQup und Shopware 6: Klare Aufgaben im Zusammenspiel
Ein wichtiger Bestandteil einer modernen E-Commerce-Architektur ist die klare Aufgabenteilung zwischen Produktdatenmanagement, Integration, Commerce und Plattformbetrieb.
Noxum stellt mit NovaDB PIM und NovaDB DAM die Grundlage für die zentrale Verwaltung von Produktinformationen und digitalen Medien bereit. Im EuroShop-Projekt dient NovaDB als zentrale Datendrehscheibe.
synQup ergänzt das Portfolio von elio als Integrationsplattform. Im Rahmen der Partnerschaft mit Noxum nutzt elio die Integrationsmöglichkeiten von synQup, um NovaDB in bestehende IT-Infrastrukturen einzubinden.
elio übernimmt im EuroShop-Projekt die Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 und betreibt die Plattform anschließend als Platform-as-a-Service. Shopware 6 bildet dabei die Commerce-Plattform für die digitalen Vertriebsprozesse.
Damit wird deutlich, dass eine moderne Commerce-Landschaft nicht nur aus einem einzelnen Shopsystem besteht. Produktdatenmanagement, Integration, Commerce und Betrieb müssen sinnvoll zusammengedacht werden. Welche Systeme und Schnittstellen dafür konkret erforderlich sind, hängt von der vorhandenen IT-Landschaft und den jeweiligen Geschäftsprozessen ab.
Was andere Unternehmen aus dem EuroShop-Projekt lernen können
Das EuroShop-Projekt zeigt, warum eine E-Commerce-Modernisierung nicht beim Wechsel des Shopsystems enden sollte. Unternehmen müssen auch berücksichtigen, wie Produktinformationen gepflegt und zwischen den Systemen bereitgestellt werden. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Anforderungen die verschiedenen Geschäftsmodelle und Vertriebskanäle mitbringen.
Drei Aspekte sind dabei besonders relevant:
1. Die Shopmigration ganzheitlich planen
Der Wechsel auf Shopware 6 bietet die Gelegenheit, bestehende Datenstrukturen und Prozesse zu überprüfen. Gerade bei umfangreichen Sortimenten sollte frühzeitig geklärt werden, wie Produktinformationen und digitale Medien künftig verwaltet und für verschiedene Kanäle bereitgestellt werden.
Dass beide Themen unmittelbar zusammenhängen können, zeigt EuroShop besonders deutlich: Im Zuge der Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 entstand auch der Bedarf an einer zentralen Lösung für Produktinformationen. Daraus entwickelte sich die Einführung von NovaDB PIM und NovaDB DAM.
Eine Migration betrifft damit nicht nur die Shopplattform. Sie berührt auch die Datenbasis, Schnittstellen und Abläufe, auf denen der digitale Vertrieb aufbaut.
2. B2B und B2C auf einer gemeinsamen Grundlage denken
Unterschiedliche Ansprüche an den digitalen Vertrieb bedeuten nicht zwangsläufig, dass dafür vollständig getrennte Datenstrukturen erforderlich sind.
Eine gemeinsame Datenbasis kann dabei helfen, Produktinformationen konsistent zu halten und für verschiedene Geschäftsmodelle zu nutzen. Welche Commerce-Funktionen und Prozesse darauf aufbauen, hängt vom jeweiligen Geschäftsmodell und den konkreten Anforderungen ab.
Deshalb sollten Unternehmen das Produktdatenmanagement und die Anforderungen an den digitalen Vertrieb nicht getrennt voneinander betrachten.
Wie eine Shopware-6-Migration in einem weiteren B2B- und B2C-Szenario umgesetzt werden kann, zeigt auch unsere Success Story aus dem Werkzeughandel.
3. Systeme und Kompetenzen sinnvoll verbinden
Moderne E-Commerce-Landschaften bestehen häufig aus mehreren spezialisierten Komponenten. Damit diese zuverlässig zusammenspielen, müssen ihre jeweiligen Aufgaben klar definiert sein.
Das wird auch am Zusammenspiel der Lösungen deutlich: NovaDB übernimmt das zentrale Produktdaten- und Medienmanagement, Shopware 6 bildet die Commerce-Plattform und elio verantwortet im EuroShop-Projekt Migration und PaaS-Betrieb.
Darüber hinaus steht mit synQup eine Integrationsplattform im elio-Portfolio zur Verfügung, über die NovaDB in bestehende IT-Infrastrukturen integriert werden kann. Gerade bei Systemlandschaften mit mehreren spezialisierten Lösungen wird die Integration damit zu einem eigenen Bestandteil der Gesamtarchitektur.
So ergänzen sich die Kompetenzen von Noxum und elio: NovaDB schafft die Basis für das Produktdatenmanagement, während elio Commerce-, Integrations- und Plattformkompetenz zusammenführt.
Fazit: Eine gemeinsame Grundlage für komplexe E-Commerce-Anforderungen
Das EuroShop-Projekt verdeutlicht, wie sich Produktdatenmanagement und Commerce zu einer gemeinsamen E-Commerce-Architektur verbinden lassen. NovaDB PIM und NovaDB DAM schaffen die Grundlage für die zentrale Verwaltung von Produktinformationen und digitalen Medien. Shopware 6 bildet die Commerce-Plattform, während elio die Migration und den Betrieb als Platform-as-a-Service verantwortet.
Entscheidend ist dabei nicht allein die Shopplattform, sondern das Zusammenspiel von Datenmanagement, Integration, Commerce und technischem Betrieb. Mit synQup verfügt elio zusätzlich über eine Integrationsplattform für die Einbindung von NovaDB in bestehende IT-Infrastrukturen.
So entsteht ein Ansatz, bei dem unterschiedliche Systeme klare Aufgaben übernehmen und gemeinsam die Grundlage für digitale B2B- und B2C-Prozesse bilden.
Wie Noxum und elio ihre Kompetenzen verbinden, stand auch im Mittelpunkt ihres gemeinsamen Auftritts auf den B2B Communication Days 2026.
Sie planen die Weiterentwicklung Ihrer E-Commerce-Architektur?
Ob Shopware-6-Migration, zentrales Produktdatenmanagement oder die Integration bestehender IT-Systeme: Die Anforderungen an eine moderne E-Commerce-Landschaft sind vielfältig. Entscheidend ist, die passenden Lösungen und Prozesse aufeinander abzustimmen. Sprechen Sie mit uns über Ihr Projekt. Gemeinsam betrachten wir, wie sich Commerce, Produktdaten und Schnittstellen sinnvoll verbinden lassen und welcher Ansatz zu Ihren Anforderungen passt.